Agrar- und Lebensmittelhandel warnen vor steigendem Preisdruck bei Lebensmitteln: Weitere Steuerentlastungen bei Transportkosten nötig
WKÖ-Gartner/Prauchner: Hohe Treibstoff- und Logistikkosten belasten gesamte Versorgungskette – Aussetzung der CO₂-Bepreisung und flexiblere Transportregelungen gefordert.
25.09.2026, 11:06:32 / OTS0067
Wien (OTS) – Hohe Treibstoff- und Logistikkosten erhöhen den Druck entlang der gesamten Lebensmittelkette. Treffen sie auf schwache Ernten und steigende Weltmarktpreise, verstärken sich die Belastungen für Produktion, Handel und Konsument. Das Bundesgremium des Agrarhandels und der Lebensmittelhandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßen daher die temporäre Senkung der Mineralölsteuer und fordern weitere gezielte Entlastungen.
Getreidehandels in der WKÖ, erläutert: „Die Produktionskosten sind deutlich gestiegen, gleichzeitig hat die Dürre zu erheblichen Ernteausfällen geführt. Die aktuellen Getreidepreise können diese gestiegenen Kosten vielfach nicht mehr abdecken. Zusätzlich verschärfen die höheren Logistikkosten die Situation. Aufgrund der niedrigen Wasserstände ist die Binnenschifffahrt nur eingeschränkt möglich, während bei der Bahn kaum ausreichende Kapazitäten zur Verfügung stehen. Damit wird der Transport von Getreide zunehmend schwieriger und teurer. Die Senkung der Spritpreise ist daher ein wichtiger und richtiger erster Schritt, wird allein aber nicht ausreichen. Es braucht weitere Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und des Agrarhandels zu sichern und die steigenden Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette abzufedern.“
Mautentlastung und gezielte Ausnahmen
Als weitere Schritte regen Agrar- und Lebensmittelhandel eine befristete Mautentlastung sowie gezielte zusätzliche Ausnahmen vom Wochenendfahrverbot für versorgungsrelevante Lebensmittel- und Agrartransporte an. Insbesondere Mischtransporte sowie Transporte von Futtermitteln und anderen Agrarrohstoffen sollten flexibler abgewickelt werden können. „Wir sollten dort entlasten, wo wir unmittelbar Einfluss haben: bei Steuern, Abgaben und Transportkosten. Jede vermeidbare Kostensteigerung, die wir aus der Versorgungskette nehmen können, hilft, den Preisdruck zu begrenzen und Lebensmittel leistbar zu halten“, sagt Prauchner abschließend. (PWK475/DFS)
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